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Diakonie-Sozialstation Flein-Talheim
Kundgebung gegen die geplante Pflegereform
23.6.2026
Am 18.06.2026 haben wir an der Kundgebung zur geplanten Pflegereform teilgenommen- gemeinsam mit vielen anderen Pflegediensten- und Einrichtungen. 11 Mitarbeiterinnen der Diakonie-Sozialstation Flein-Talheim nahmen mit fünf Fahrzeugen teil und fuhren mit insgesamt über 200 Fahrzeugen den Autokorso in Stuttgart.

„Heute, morgen, irgendwann – Pflege geht uns alle an!“
Unter diesem Leitspruch wurde gestern lautstark protestiert. Zusätzlich zum Autokorso protestierten hunderte Menschen am Rotebühlplatz in Stuttgart. Doch was bedeuten die aktuellen Pläne der Bundespolitik zur Reform der Pflege- und Krankenversicherung und für wen haben sie Auswirkungen?
Es drohen stärkere Belastungen für Pflegebedürftige und ihren Angehörigen. Dadurch steigt das Risiko von Überforderung, sozialer Ungleichheit und Pflegearmut. Im Besonderen geht es dabei um die Entlastungsleistungen, welche entfallen würden. Damit decken wir als ambulanter Pflegedienst Hilfen im Haushalt, die Entlastung der Angehörigen sowie Unterstützung im Alltag ab. Gespart werden darf jedoch nicht an kranken-, pflege- und hilfebedürftigen Menschen!
Pflegeeinrichtungen würden künftig die Kosten von Tarifsteigerungen selbst tragen müssen. Dies gefährdet die Personalgewinnung und auch die wirtschaftliche Stabilität. Weiterhin müssten viele Anbieter ihren Dienst einschränken und würden damit die Versorgung vor Ort stark schwächen. Demnach sind auch Arbeitsplätze in Gefahr.

Was passiert dann? Wenn Pflege nicht mehr gesichert ist? Welche Belastung kommt auf die Angehörigen zu - wenn es Angehörige überhaupt gibt?! Wie wird die ambulante Pflege künftig finanziert und was passiert mit den Einrichtungen, die ihre Leistungen dann nicht mehr erbringen können?
Wir fordern: keine Sparmaßnahmen auf dem Rücken von Pflegebedürftigen und Pflegediensten.
Stoppt die Pflegereform!
Lesen Sie hier den Bericht der Stuttgarter Nachrichten zur Kundgebung:
